Geschichte

Wikipedia

Sappenfeld gehörte den Gaugrafen des Sualafeldgaues, die in Dollnstein saßen und später als Grafen von Hirschberg die Schutzvögte der Eichstätter Kirche waren.[3] 1130 ist der Ort erstmals genannt, und zwar im Zusammenhang mit einem Ablassbrief für die St. Anna-Kapelle, die dadurch zur Wallfahrtskapelle wurde.[4] In der Auseinandersetzung um das „Hirschberger Erbe“ nach dem Aussterben der Hirschberger Vögte mit Graf Gebhard VII. wurde 1305 „Sappenuelde“ dem Bischof von Eichstätt zugesprochen, wobei nur das Dorfgericht gemeint sein kann, wie spätere Besitzverhältnisse zeigen:[5] 1347 verkauften die Grafen von Oettingen ihr Gut zu „Sappenvelt“, das ihnen wohl als Reichsministerialen zugegangen ist, an den Eichstätter Bischof Albrecht I. von Hohenfels, und 1443 veräußerte Johann von Heideck zwei Güter zu „Sappenfelt“, darunter den Meierhof, an den Eichstätter Bischof Albrecht II. von Hohenrechberg. [6] Außerdem tauschte Bischof Wilhelm von Reichenau 1486 vom Kloster Rebdorf Güter zu Sappenfeld ein.[5] Gegen Ende des Alten Reiches hatten grundherrlichen Besitz in Sappenfeld das Hochstift Eichstätt mit Zinsern an das bischöfliche Kastenamt Mörnsheim (darunter die ehemals Heidecker Güter) und an das Hofkastenamt Eichstätt, das Domkapitel Eichstätt, das Kloster Rebdorf (mindestens seit 1452), die Gemeinde (Schmiede und Hirtenhaus) und ein „eigen“-Bauer.[7] Insgesamt umfasste die Sappenfelder Flur circa 120 Hektar Ackerfläche. Weiderechte bestanden für den Schernfelder Forst.[8]
Bis ins 18. Jahrhundert versorgten Bauern aus Sappenfeld das Fürstbischöfliche Eisen- und Hüttenwerk Obereichstätt zweimal in der Woche mit dem für den Kunstguss erforderlichen roten Sand.[9]
Am Ende des Alten Reiches waren 34 Höfe und Güter von Sappenfeld dem bischöflichen Kastenamt Mörsnheim abgabenpflichtig, 2 Güter dem Hofkastenamt und 1 Gut dem Domkapitel. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Kastenamt Mörnsheim aus. Hochgerichtlich unterstand das Dorf dem Pflegamt Dollnstein.[10]
1802 fiel Sappenfeld infolge der Säkularisation des Hochstiftes Eichstätt an das Großherzogtum Toskana und 1806 an das Königreich Bayern und dort an das Landgericht und Rentamt Eichstätt. 1808 wurde das Dorf mit der Einöde Birkhof dem Steuerdistrikt Schernfeld zugeschlagen. Durch das Gemeindeedikt von 1818 wurde Sappenfeld unter Anschluss des Birkhofs eine eigenständige Gemeinde. 1830 hatte das Kirchdorf bei 40 Anwesen 160 Einwohner.[11]
1950 wurden bei 51 Anwesen 338 Einwohner gezählt.[11] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Sappenfeld am 1. Januar 1971 nach Schernfeld eingemeindet.[12]