Geschichte

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In der Ortsflur wurden germanische Gefäße gefunden, die sich in den Sammlungen des Historischen Vereins Eichstätt befinden.

Schönfeld („Schönnevelt“) wurde vermutlich im 12. Jahrhundert von Dollnstein aus als Waldhufendorf angelegt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1309, als in einem Vergleich mit Graf Ludvick von Oetingen (Haus Oettingen) das Dorf Bischof Philipp zugesprochen wird. 1381 ist der Ort im Besitz des Klosters Monheim. Im frühen 15. Jahrhundert sind die Grafen von Heideck die Dorfherren. 1440 fällt der Ort unter Bischof Albrecht wieder an das Hochstift. Eine um 1530 gepflanzte Dorflinde an der Pfarrkirche wurde 1948 gefällt. 1552 erlitt das Dorf schwere Schäden durch die Hessen unter Kurfürst Moritz von Sachsen. 1795 wütete eine große Viehseuche im Dorf; man gelobte eine alljährliche Wallfahrt zum heiligen Wendelin nach Ammerfeld, die bis heute am Sonntag nach Kirchweih durchgeführt wird.

Mit der Säkularisation 1802 wurde das Dorf für kurze Zeit bayerisch, bis es von 1803 bis 1805 dem Großherzog Erzherzog Ferdinand von Toskana gehörte. Danach war Schönfeld eine Gemeinde des Altmühlkreises, ab 1833 des Regenkreises und ab 1837 des Kreises Mittelfranken. 1862 kam das Dorf zum Bezirksamt und späteren Landkreis Eichstätt. Am 1. Januar 1971 verlor der Ort seine gemeindliche Eigenständigkeit und schloss sich Schernfeld an, mit dem Schönfeld im Zuge der bayerischen Gebietsreform am 1. Juli 1972 in den Regierungsbezirk Oberbayern kam. 1970 bis 1980 wurde eine Flurbereinigung durchgeführt. 1983 gab es im Ort bei 316 Einwohnern 12 landwirtschaftliche Vollerwerbs- und elf Nebenerwerbsbetriebe. Schönfeld erhielt im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ auf Landes- und Bundesebene mehrmals Preise.